Bei LED-Displays ist die Bildwiederholfrequenz eine entscheidende Spezifikation. Sie bestimmt die Bildqualität auf dem Bildschirm und beeinflusst somit das Seherlebnis.
Viele leistungsstarke LED-Displays auf dem Markt werben heutzutage mit einer Bildwiederholfrequenz von 7680 Hz als wichtigem Verkaufsargument. Haben Sie sich jemals gefragt, warum diese Bildwiederholfrequenz so hoch ist? Im Folgenden erklären wir Ihnen detailliert, wie eine Bildwiederholfrequenz von 7680 Hz bei LED-Displays funktioniert.

Was ist eine Bildwiederholfrequenz von 7680 Hz?
Eine Bildwiederholfrequenz von 7680 Hz bezieht sich auf die Pulsweitenmodulationsfrequenz (PWM) einer einzelnen LED-Lampe in einem LED-Display, wobei jede LED-Lampe 7680 Mal pro Sekunde blinkt.
Je schneller die LEDs auf dem Bildschirm blinken, desto kürzer ist das Anzeigeintervall zwischen aufeinanderfolgenden Bildern. Dadurch wird das für das menschliche Auge wahrnehmbare Flimmern reduziert, und bei der Aufnahme durch eine Kamera entsteht ein flüssigeres, klareres und natürlicheres Bild.
Eine Bildwiederholfrequenz von 7.680 Hz ist derzeit eine High-End-Spezifikation für LED-Bildschirme auf dem Markt und eine ideale Bildwiederholfrequenz für professionelle Display-Anwendungen.
Was sind die Vorteile von LED-Bildschirmen mit einer Bildwiederholfrequenz von 7.680 Hz?
Als High-End-Spezifikation für die Bildwiederholfrequenz von LED-Bildschirmen bietet eine Bildwiederholfrequenz von 7.680 Hz folgende Vorteile:
Reduziertes wahrgenommenes Bildschirmflimmern
Die Bildwiederholfrequenz eines Bildschirms entspricht im Wesentlichen der Geschwindigkeit, mit der das Bild zwischen hellen und dunklen Bereichen wechselt. Ist die Bildwiederholfrequenz zu niedrig, d. h. blitzen die LEDs auf dem Bildschirm zu selten pro Sekunde auf, verlängert sich der Abstand zwischen zwei Blitzen. Folglich kann es bei LED-Bildschirmen mit niedriger Bildwiederholfrequenz zu einem für das bloße Auge wahrnehmbaren Flimmern kommen, was das Seherlebnis beeinträchtigt.
Eine Bildwiederholfrequenz von 7680 Hz beseitigt dieses Problem jedoch. Bei einer Bildwiederholfrequenz von bis zu 7680 Mal pro Sekunde ist das Intervall zwischen dem Ein- und Ausschalten der LED-Lampen extrem kurz und somit für das menschliche Auge praktisch nicht wahrnehmbar.
Reduzierung von Scanlinien und hell-dunklen Streifen in der Hochgeschwindigkeitsfotografie
Für Standard-LED-Displays ist eine Bildwiederholfrequenz von 3840 Hz in der Regel ausreichend, da das menschliche Auge auf einem 3840-Hz-LED-Bildschirm kaum ein Flimmern wahrnimmt. Darüber hinaus erfüllt ein LED-Display mit einer Bildwiederholfrequenz von 3840 Hz bereits die grundlegenden Anforderungen an Fotografie und Videoaufnahmen und liefert so relativ klare und flüssige Bilder.
Für anspruchsvollere, professionellere Anwendungen mit hochauflösenden LED-Displays werden jedoch typischerweise Hochleistungskameras eingesetzt. Professionelle Kameras zeichnen sich durch höhere Aufnahmegeschwindigkeiten und Bildraten aus.
Ist die Bildwiederholfrequenz des LED-Displays zu niedrig, kann die Kamera die dunkle Phase zwischen zwei Bildschirmflackern erfassen, was zu einem Bruch in der Kontinuität zwischen den vorhergehenden und nachfolgenden aufgenommenen Bildern führt. Darüber hinaus können professionelle Kameras unerwünschte Bildartefakte wie Scanlinien und helle-dunkle Streifen aufzeichnen.
Für Aufnahmen mit Hochgeschwindigkeitskameras muss Ihr LED-Display daher eine Bildwiederholfrequenz von 7.680 Hz erreichen, um die Klarheit und Laufruhe des aufgezeichneten Filmmaterials zu gewährleisten.
Verbesserung der Bildschirmaufnahmeleistung bei professionellen Filmaufnahmen
Bei LED-Bildschirmen, die in der virtuellen Produktion eingesetzt werden, kann es bei zu niedriger Bildwiederholfrequenz des Bildschirms vorkommen, dass der generierte virtuelle Hintergrund nicht mit der Aufnahmebildrate der Kamera übereinstimmt. Dies führt zu Flimmern, Ruckeln und anderen Problemen im aufgezeichneten Material.
Diese Probleme führen dazu, dass der virtuelle Hintergrund nicht mehr mit den tatsächlichen Filmaufnahmen übereinstimmt, was zu Diskrepanzen zwischen dem Hintergrund und der Live-Performance führt oder den Realismus des virtuellen Hintergrunds mindert und letztendlich die endgültige Produktionsqualität beeinträchtigt.
Die extrem hohe Bildwiederholfrequenz von 7680 Hz eliminiert effektiv das Ruckeln, das bei Hochgeschwindigkeitsaufnahmen mit professioneller Filmausrüstung auftreten kann. Sie liefert professionellen Kameraobjektiven klare, scharfe, flüssige und natürliche virtuelle Bilder und gewährleistet so, dass die Qualität Ihrer Aufnahmen Ihren Anforderungen entspricht.

3840-Hz-LED-Bildschirm vs. 7680-Hz-LED-Bildschirm: Ein Vergleich der Unterschiede
Neben 7680 Hz ist auch 3840 Hz eine sehr gängige Bildwiederholfrequenz für LED-Bildschirme. Welche dieser beiden Bildwiederholfrequenzen eignet sich also besser für Ihr LED-Display? Schauen wir uns die wichtigsten Unterschiede an:
Bildglätte und Kameraleistung
- 3840-Hz-LED-Bildschirm: Der Bildschirm bietet eine hohe Bildstabilität; Flimmern ist mit bloßem Auge nicht sichtbar, und Aufnahmen von Standardkameras wirken sehr flüssig und natürlich. Bei Szenen mit sehr hohen Bewegungsgeschwindigkeiten kann es jedoch zu leichten Bildrucklern kommen, und es besteht die Möglichkeit, dass professionelle Broadcast-Kameras Bilder mit Scanlinien aufnehmen.
- 7680 Hz LED-Bildschirme: Der Bildschirm bietet eine außergewöhnlich hohe Bildglätte; Flimmern ist nicht nur für den Betrachter nicht wahrnehmbar, sondern auch professionelle Aufnahmegeräte können klare und flüssige Aufnahmen erstellen.
Hardwarekonfiguration und Beschaffungskosten
- 3840-Hz-LED-Bildschirme: Gängige Treiber-ICs für diese Bildschirme sind beispielsweise der ICN2055, CH2053 und MBI5253. Sie bieten die gängige Bildwiederholfrequenz von 3840 Hz für Anwendungen wie Standard-Veranstaltungen und Werbedisplays. Im Vergleich zu 7680-Hz-Bildschirmen sind ihre Anschaffungskosten relativ niedrig.
- 7680-Hz-LED-Bildschirme: Diese Bildschirme verwenden typischerweise Treiber-ICs wie den ICND2165, ICND3065 und MBI5264. Diese hochentwickelten Treiber-ICs gewährleisten eine stabile Bildwiederholfrequenz. Daher sind die Anschaffungskosten für diese Bildschirme höher.
Energieaufnahme
Der Stromverbrauch von LED-Bildschirmen hängt primär von der Bildschirmhelligkeit ab. Bei gleicher Helligkeit schalten die Treiber-ICs und Abtastschaltungen eines 3840-Hz-LED-Bildschirms nur halb so häufig wie die eines 7680-Hz-LED-Bildschirms, wobei jeder Schaltvorgang der Komponenten einen geringen Energieverlust verursacht.
Daher verbrauchen 3840-Hz-LED-Bildschirme bei gleicher Bildschirmhelligkeit im Allgemeinen weniger Strom.
Praktische Anwendungen
- 3840-Hz-LED-Bildschirme: Werden typischerweise als LED-Bildschirme für Bühnenaufführungen verwendet, LED-Anzeigen in Einkaufszentren, LED-Konferenzanzeigen, und andere allgemeine LED-Display-Szenarien.
- 7680 Hz LED-Bildschirme: Werden hauptsächlich in professionellen LED-Anzeigeszenarien eingesetzt, z. B. bei Live-Sportübertragungen, virtuellen Produktions-LED-Bildschirmen und LED-Displays in Rundfunkstudios.
3840-Hz-LED-Bildschirme vs. 7680-Hz-LED-Bildschirme: Kurzvergleichstabelle
| Vergleichskriterien | 3840 Hz LED-Bildschirm | 7680 Hz LED-Bildschirm |
| Bildglättung | Glatt | Sehr glatt |
| Kameraleistung | Klare Aufnahmen bei Verwendung von Standardkameras | Klare Aufnahmen bei Verwendung professioneller Kameras in Broadcast-Qualität. |
| Hardwarekonfiguration | ICN2055, CH2053, MBI5253 | ICND2165, ICND3065, MBI5264 |
| Kaufkosten | Standard | Höher |
| Energieaufnahme | Standard | Etwas höher |
| Tatsächliche Anwendungen | LED-Bildschirme für Bühnenaufführungen, LED-Displays in Einkaufszentren und LED-Displays für Konferenzen | LED-Bildschirme für Live-Sportübertragungen, LED-Displays für virtuelle Produktionen und LED-Displays für Sendestudios |

Wie wählt man die richtige Bildwiederholfrequenz für einen LED-Bildschirm?
Wenn Sie den Kauf eines LED-Bildschirms planen, aber sich nicht sicher sind, welche Bildwiederholfrequenz für Ihr Projekt am besten geeignet ist, empfehlen wir Ihnen, die folgenden Faktoren bei Ihrer Entscheidung zu berücksichtigen:
Art des auf dem Bildschirm angezeigten Inhalts
- Statische Bilder wie Poster und Diagramme: Statische Inhalte benötigen keine hohe Bildwiederholfrequenz, um eine flüssige Darstellung zu gewährleisten. Die Bildqualität hängt primär von der Bildschirmauflösung und der Auflösung des Quellmaterials ab. Wir empfehlen einen einfachen LED-Bildschirm mit einer Bildwiederholfrequenz von 3840 Hz.
- Werbevideos und farbige Indoor-Displays: Für Standard-Displays mit dynamischen Inhalten ist ein 3840-Hz-LED-Bildschirm ausreichend. Die Bilder wirken nicht nur flüssig, sondern auch Standard-Kameraaufnahmen sind frei von Artefakten wie Streifenbildung oder Scanlinien.
- Sportübertragungen und Actionfilme: Da diese Inhalte schnelle Bewegungsabläufe beinhalten, empfehlen wir die Auswahl eines/einer Sport-LED-Bildschirm mit einer Bildwiederholfrequenz von 7680 Hz, um klare Bilder ohne Bewegungsruckeln, Flimmern oder andere Artefakte zu gewährleisten.
Aufzeichnungsanforderungen
Wenn Ihr LED-Display nicht für Aufnahmen vorgesehen ist und ausschließlich zur Präsentation von Inhalten dient, oder wenn Ihr LED-Bildschirm nur grundlegende Filmanforderungen erfüllt, beispielsweise für Aufnahmen mit einem Smartphone oder einer Standardkamera, beträgt das Intervall zwischen aufeinanderfolgenden Bildern bei einem Bildschirm mit einer Bildwiederholfrequenz von 3840 Hz weniger als 260 Mikrosekunden. Herkömmliche Kameras können die durch Bildschirmflimmern verursachten dunklen Momente praktisch nicht erfassen.
Wird das LED-Display in einem professionellen Fotostudio eingesetzt, ist eine Hochgeschwindigkeitskamera erforderlich, um die Bilder des Bildschirms aufzunehmen. In diesem Fall empfehlen wir ein LED-Display mit einer Bildwiederholfrequenz von 7680 Hz. Dank eines Flimmerintervalls von nur 130 Mikrosekunden zwischen den Einzelbildern liefert der Bildschirm auch bei Aufnahmen mit kurzer Verschlusszeit klare und stabile Bilder.
Budget
Bei identischen Pixelabständen, Bildschirmgröße, Gehäusematerial und anderen Spezifikationen gilt: Je höher die Bildwiederholfrequenz des LED-Bildschirms, desto teurer ist er. Wählen Sie daher eine Bildwiederholfrequenz, die Ihrem Budget entspricht.
Anwendungsszenarien für eine Bildwiederholfrequenz von 7.680 Hz
- Stadien: Sport-LED-Displays mit einer Bildwiederholfrequenz von 7680 Hz können schnelle Bewegungen von Athleten, Bällen und anderen Sportgeräten klar und flüssig darstellen, sodass den Zuschauern im Stadion kein einziges Bild des Geschehens entgeht.
- Kontrollräume: LED-Anzeigewände in Kontrollräumen Mit einer Bildwiederholfrequenz von 7680 Hz wird eine flüssige Darstellung der Überwachungsaufnahmen gewährleistet, wobei wichtige Aufnahmen dem Führungspersonal klar und präzise präsentiert werden, damit dieses umgehend die richtigen Entscheidungen treffen kann.
- Sendestudios: Die auf LED-Bildschirmen in Sendestudios angezeigten Inhalte müssen von Kameras aufgezeichnet und anschließend an die Zuschauer ausgestrahlt werden. Daher benötigen die Bildschirme eine hohe Bildwiederholfrequenz von 7.680 Hz, um flüssige und natürliche Aufnahmen zu gewährleisten und unprofessionelle oder negative Auswirkungen auf den Ruf des Fernsehsenders zu vermeiden.
- XR-Virtualproduktion: XR-LED-Bildschirme Mit einer Bildwiederholfrequenz von 7.680 Hz liefern sie flüssigere und realistischere virtuelle Bilder und gewährleisten so authentische und stabile Aufnahmeergebnisse, selbst wenn Hochleistungskameras virtuelle Inhalte erfassen.
- Produkteinführungen: Bei Produkteinführungen werden LED-Displays mit Produktvideos oder Postern häufig von Kameras verschiedener Medienunternehmen gefilmt. Die extrem hohe Bildwiederholfrequenz von 7.680 Hz sorgt für klare und streifenfreie Aufnahmen und trägt so zum professionellen Image der Marke bei.

Häufig gestellte Fragen
Müssen LED-Bildschirme in Einkaufszentren eine Bildwiederholfrequenz von 7680 Hz aufweisen?
Nein. Einkaufszentren benötigen in der Regel nur einfache Werbevideos oder Produktplakate, und Filmaufnahmen sind meist nicht erforderlich. Ein LED-Bildschirm mit einer Bildwiederholfrequenz von 3840 Hz ist für exzellente visuelle Effekte völlig ausreichend; der Kauf eines 7680-Hz-Bildschirms würde unnötige Projektkosten verursachen.
Was ist der Unterschied zwischen der Bildwiederholfrequenz und der Bildrate eines LED-Displays?
Die Bildwiederholfrequenz eines LED-Displays bezieht sich typischerweise auf die Frequenz, mit der die LED-Lampen flackern, und wird in erster Linie zur Beschreibung von Hardware-Spezifikationen verwendet.
Die Bildrate hingegen bezeichnet die Aktualisierungsrate, mit der jedes Videobild gerendert und zur Anzeige an das Display übertragen wird; sie kann zur Beschreibung der Spezifikationen der Videoquelle verwendet werden und dient auch als Spezifikation für das Display selbst.
Sind Flimmern oder Ruckeln auf einem LED-Bildschirm immer auf eine niedrige Bildwiederholfrequenz zurückzuführen?
Nicht unbedingt. Flackern oder Ruckeln auf einem LED-Bildschirm kann nicht nur durch eine niedrige Bildwiederholfrequenz, sondern auch durch langsame Übertragungsgeschwindigkeiten des Quellsignals oder ein großes Datenvolumen verursacht werden, was zu Verzögerungen bei der Transkodierung des Quellsignals durch die Steuergeräte des LED-Bildschirms führen kann.
Was ist der entscheidende Faktor für die Bildwiederholfrequenz eines LED-Bildschirms?
Der entscheidende Faktor für die Bildwiederholfrequenz eines LED-Bildschirms sind die Spezifikationen des Treiber-ICs. Je leistungsstärker der Treiber-IC ist, desto stabiler kann er den Strom steuern und regeln und desto schneller kann der Bildschirm aktualisiert werden.
Kann ich die Bildwiederholfrequenz des LED-Bildschirms nachträglich per Software erhöhen?
Nein. Die Bildwiederholfrequenz des LED-Bildschirms ist eine Hardware-Spezifikation; sie lässt sich nicht per Software erhöhen. Sie können jedoch die Bildqualität verbessern, indem Sie die Anzeigeparameter anpassen oder Inhalte mit höheren Bildwiederholraten auswählen.
Zusammenfassung
Bei Hochleistungs-LED-Displays sorgt die Wahl einer Bildwiederholfrequenz von 7680 Hz für ein flüssigeres Seherlebnis bei der Wiedergabe von schnell bewegten Videos und liefert klarere, natürlichere Bilder bei Aufnahmen mit professionellen Kameras.
Für LED-Displays, die in High-End-Anwendungen wie virtueller Produktion, Studioaufnahmen und Sportübertragungen eingesetzt werden, bietet die Wahl eines Modells mit einer Bildwiederholfrequenz von 7680 Hz daher die optimale Anzeigeleistung.




